Driangl_Memorial
in Erinnerung an Driangl 
Diese Seite ist der längst nicht mehr aktiven Folk-Gruppe Driangl gewidmet, die in den 1980er Jahren den Raum Aichach-Schrobenhausen-Dachau unsicher machte.
Den Anstoß zu diesen Seiten  hat mir Karl gegeben, der über Jahre verzweifelt nach den 'Erdbeerfeldern' gesucht hatte ( Details dazu hier: best of the 80s Forum ).
 
Auf dem Bild oben (Aufnahmedatum unklar, etwa 186..) von Links :
Ludwig Hofberger, Werner Pilnei, Kurt Schwarzbauer . gesucht wegen gemeinschaftlichen ....

Driang'l Chronik ( aus dem Textbeileger der 1986er LP)

Als sich im Herbst 1982 die Schrobenhausener Kurt Schwarzbauer und Werner Pilnei in Sig“ s Kneipe mit den Brüdern Ludwig und Herbert Hofberger aus Altomünster trafen,
lagen bereits langjährige, zum Teil gemeinsame musikalische Aktivitäten hinter dem Kleeblatt.
Werner Pilnei hatte zusammen mit den Hofberger-Brüdern in der, Mitte der siebziger Jahre aktiven "Westcoast Revival Band" gespielt und später zusammen mit Herbert Hofberger die Live-Auftritte des Liedermachers Kurt Schwarzbauer musikalisch unterstützt sowie dessen Kassette "Das Lied vom Land" produziert. Während dieser Zeit sammelte Ludwig Hofberger musikalische Erfahrungen in einer Münchener Rock­Band und der dortigen Musik­Szene, in die er auch hin und wieder Werner Pilnei miteinbezog.
An diesem Abend in Sig' s Kneipe jedoch beschlossen die vier Musiker eine Folk-Rock­Band zu gründen, die mit eigenen Liedern und selbstverfassten, bayerischen Texten die hiesige Musikszene bereichern sollte. Während der Probearbeiten an einem, aus dem Repertoire der beiden Song­Schreiber Kurt Schwarzbauer und Ludwig Hofberger zusammengestellten Programm, verließ Herbert Hofberger 1983 die Gruppe. Dafür konnte man den ehemaligen Bassisten der Schrobenhausener Formation "Music-Train", Herbert "Bessy" Dreßl für’s Driang’ l ­Projekt gewinnen. Er übernahm die Aufgabe der Tontechnik, sowohl bei Auftritten, als Mixer am Mischpult, als auch bei den späteren Studioarbeiten. Daneben findet er auch noch Zeit, falls erforderlich, die Bassgitarre zur Hand zu nehmen.
Bereits in dieser Zeit, also noch vor dem ersten öffentlichen Auftritt, reifte der Entschluß, eine Langspielplatte in völliger Eigen­-Regie zu produzieren, um unabhängig von allen branchenûblichen Einflüssen - dem interessierten Zuhörer einen Ausschnitt des Lìeder­-Materia1s von Driang'l. anbieten zu können. Nachdem bereits ein Teil von Geräten für den Ausbau eines eigenen Tonstudios vorhanden war, ging das Quartett in den folgenden zwei Jahren ( Mitte 1983 bis Mitte 1985 ) in der Arbeit am eigenen Tonstudio auf.. Dazwischen wurden, vom Herbst 1983 (erster Driang‘l ­Auftritt im ehemaligen Zahlinger Wagenradl ) bis August 1985, diverse Auftritte bestritten, darunter Open­Air-Festivals am Hofberg in Schiltberg (Sommer 1984) und in Aichach (Sommer 1985). sowie im "Rothenfußer" in Kleinberghofen und, in Schrobenhausen als Vorgruppe des bayerischen Blues-­Barden Willy Michl. Bei einigen dieser Auftritte wurde die Band von ehemaligen Kollegen wie Dominik Notini (Schlagzeug), Freddy Vogt (Blues-Harp, Bass), dem "Gründungsmitglied" Herbert Hofberger (Gitarre, Banjo, Xylophon und Gesang) sowie von der, mittlerweile zum weiteren Familienkreis von Driang'l zählenden Sängerin Eva Schnirch, unterstützt.
Ein konzeptorientiertes Rahmenprogramm mit dem Titel: "...wia uns da Schnoabe g'wachs'n is" wurde ausgearbeitet, das neben den Liedern auch Gedichte und andere Einlagen enthielt und die teilweise sehr ernsten und nachdenklichen Texte mit witzigen und unterhaltenden Show-Elementen zu einer harmonischen musikalischen Darbietung verbinden sollte. Dabei bemühte man sich. den "hohen Anspruch“, den die deutschsprachige Musikszene größtenteils noch immer setzt, nicht - komme, was da wolle - zu unterbieten und hofft, daß dieses Ziel sowohl bei Live­Auftritten von Driang'l, als auch mit dieser Langspielplatte nicht verfehlt ist.